Aus dem Grab ins Leben

Es gibt ein Rabbinisches Verständnis, dass besagt, dass, wenn wir nicht im verheißenen Land leben, wir in einem spirituellen Grab leben.

In der Parasha Bamidbar (4.Mose 1.1 – 4.20) sehen wir, dass YHWH eine Armee zusammenstellt, für einen Kampf gegen die antigöttlichen Mächte dieser Welt. Später sehen wir, dass Israel erst unbemerkt und dann durch Verführung angegriffen wird, was grausame Folgen hatte. Durch seinen mutigen und entschlossenen Einsatz stoppte Pinehas die Verheerung. Pinehas bedeutet „Mund von Erz“.

Aufgrund seines Handelns bekommt Pinehas eine große Verheißung:

4.Mo 25.10 Und YHWH redete zu Mose und sprach:

4.Mo 25.11 Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, hat meinen Grimm von den Kindern Israel abgewandt, indem er in meinem Eifer in ihrer Mitte geeifert hat, so, dass ich die Kinder Israel nicht in meinem Eifer vertilgt habe.

4.Mo 25.12 Darum sprich: Siehe, ich gebe ihm meinen Bund des Friedens;

4.Mo 25.13 und er wird ihm und seinen Nachkommen nach ihm ein Bund ewigen Priestertums sein, weil er für seinen Elohim geeifert und für die Kinder Israel Sühnung getan hat.

Da der Feind, der durch die Verführung die Vernichtung unter dem Volk angerichtet hat noch vorhanden war, musste das Volk Israel in den Krieg ziehen, um den Feind zu vernichten. Diesen Krieg führte der Priester Pinehas an. Israel zieht mit Pinehas in den Kampf gegen Midian:

4.Mo 31.1 Und YHWH redete zu Mose und sprach:

4.Mo 31.2 Übe Rache für die Kinder Israel an den Midianitern; danach sollst du zu deinen Völkern versammelt werden.

4.Mo 31.3 Und Mose redete zum Volk und sprach: Rüstet von euch Männer zum Heer aus, damit sie gegen Midian ziehen, um die Rache YHWH´s an Midian auszuführen.

4.Mo 31.4 Je 1.000 von einem Stamm, von allen Stämmen Israels, sollt ihr zum Heer aussenden.

4.Mo 31.5 Und es wurden aus den Tausenden Israels 1.000 von jedem Stamm ausgewählt: 12.000 zum Heer Gerüstete.

4.Mo 31.6 Und Mose sandte sie, 1.000 von jedem Stamm, zum Heer aus, sie und Pinehas, den Sohn Eleasars, des Priesters, zum Heer; und die heiligen Geräte und die Trompeten zum Lärmblasen <waren> in seiner Hand.

Wer war Pinehas?

Pinehas war der Sohn Eleasars des Hohepriesters, welcher der Nachfolger seines Vaters Aaron war. Wie wir gesehen haben, lag von nun an eine große Verheißung auf Pinehas.

4.Mo 25.12 Darum sprich: Siehe, ich gebe ihm meinen Bund des Friedens;

4.Mo 25.13 und er wird ihm und seinen Nachkommen nach ihm ein Bund ewigen Priestertums sein, weil er für seinen Elohim geeifert und für die Kinder Israel Sühnung getan hat.

Unsere heutige Situation

Das Volk Israel, die 12 Stämme Israels, sind in der ganzen Welt zerstreut. Zum großen Teil haben sie ihre Identität verloren. Erst in den heutigen Tagen entdecken mehr und mehr ihre Identität und fangen an zu lernen, was es bedeutet, im Bund mit dem Ewigen zu leben.

Der Prophet Hesekiel, selbst ein Levit, hat von Elohim dieses in einer prophetischen Vision vorausgesagt bekommen.

Hes 37.1 Die Hand YHWH´s kam über mich, und YHWH führte mich im Geist hinaus und ließ mich nieder mitten in der Talebene; und diese war voller Gebeine.

Hes 37.2 Und er führte mich ringsherum an ihnen vorüber; und siehe, es waren sehr viele auf der Fläche der Talebene, und siehe, sie waren sehr verdorrt.

Hes 37.3 Und er sprach zu mir: Menschensohn, werden diese Gebeine lebendig werden? Und ich sprach: Adonai YHWH, du weißt es.

Hes 37.4 Da sprach er zu mir: Weissage über diese Gebeine und sprich zu ihnen: Ihr verdorrten Gebeine, hört das Wort YHWH´s!

Hes 37.5 So spricht Adonai YHWH, zu diesen Gebeinen: Siehe, ich bringe Odem in euch, dass ihr lebendig werdet.

Hes 37.6 Und ich werde Sehnen über euch legen und Fleisch über euch wachsen lassen und euch mit Haut überziehen, und ich werde Odem in euch legen, dass ihr lebendig werdet. Und ihr werdet wissen, dass ich YHWH bin.

Hes 37.7 Und ich weissagte, wie mir geboten war. Da entstand ein Geräusch, als ich weissagte, und siehe, ein Getöse: Und die Gebeine rückten zusammen, Gebein an Gebein.

Hes 37.8 Und ich sah: Und siehe, es kamen Sehnen über sie, und Fleisch wuchs, und Haut zog sich darüber oben her; aber es war kein Odem in ihnen.

Hes 37.9 Und er sprach zu mir: Weissage dem Odem, weissage, Menschensohn, und sprich zu dem Odem: So spricht Adonai YHWH: Komm von den vier Winden her, du Odem, und hauche diese Getöteten an, dass sie lebendig werden!

Hes 37.10 Und ich weissagte, wie er mir geboten hatte; und der Odem kam in sie, und sie wurden lebendig und standen auf ihren Füßen, ein überaus großes Heer.

Hes 37.11 Und er sprach zu mir: Menschensohn, diese Gebeine sind das ganze Haus Israel. Siehe, sie sprechen: Unsere Gebeine sind verdorrt, und unsere Hoffnung ist verloren; wir sind dahin.

Hes 37.12 Darum weissage und sprich zu ihnen: So spricht Adonai YHWH: Siehe, ich werde eure Gräber öffnen und euch aus euren Gräbern heraufkommen lassen, mein Volk, und werde euch in das Land Israel bringen.

Hes 37.13 Und ihr werdet wissen, dass ich YHWH bin, wenn ich eure Gräber öffne und euch aus euren Gräbern heraufkommen lasse, mein Volk.

Hes 37.14 Und ich werde meinen Geist in euch geben, dass ihr lebet, und werde euch in euer Land setzen. Und ihr werdet wissen, dass ich, YHWH, geredet und es getan habe, spricht YHWH

Wir sehen hier, dass „die Welt“, in dem die zerstreuten Stämme des Hauses Israel leben, als geistliches Grab bezeichnet wird, als Tal mit Totengebeinen. Aber hier wird auch verheißen, dass am Ende der Tage durch den Ruach Ha Chodesh das Volk wiedererweckt wird und eine Armee bildet. Eine Armee, die in den Ordnungen der Torah lebt und sich spirituell von der Welt absondert und somit heiligt. Das Wort „Heilig“ bedeutet „ausgesondert“.

Diese prophetische Auferweckung finden wir auch im Johannesevangelium. Auch Yeshua zeigt uns prophetisch, als er auf dem Weg nach Jerusalem war, was passieren wird:

Joh 11.11 Dies sprach er, und danach sagte er zu ihnen: Unser Freund Lazarus ist eingeschlafen; aber ich gehe hin, um ihn aufzuwecken.

Joh 11.12 Da sprachen seine Jünger: Herr, wenn er eingeschlafen ist, so wird er gesundwerden!

Joh 11.13 Yeshua aber hatte von seinem Tod geredet; sie dagegen meinten, er rede vom natürlichen Schlaf.

Joh 11.14 Daraufhin nun sagte es ihnen Yeshua frei heraus: Lazarus ist gestorben;

Joh 11.15 und ich bin froh um euretwillen, dass ich nicht dort gewesen bin, damit ihr glaubt. Doch lasst uns zu ihm gehen!

 

Joh 11.23 Yeshua spricht zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen!

Joh 11.24 Martha spricht zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag.

Joh 11.25 Yeshua spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt;

Joh 11.26 und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das?

 

Joh 11.38 Yeshua nun, indem er wieder bei sich selbst seufzte, kam zum Grab. Es war aber eine Höhle, und ein Stein lag darauf.

Joh 11.39 Yeshua spricht: Hebt den Stein weg! Martha, die Schwester des Verstorbenen, spricht zu ihm: Herr, er riecht schon, denn er ist schon vier Tage hier!

Joh 11.40 Yeshua spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?

Joh 11.41 Da hoben sie den Stein weg, wo der Verstorbene lag. Yeshua aber hob die Augen empor und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast.

Joh 11.42 Ich aber weiß, dass du mich allezeit erhörst; doch um der umstehenden Menge willen habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.

Joh 11.43 Und als er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!

Joh 11.44 Und der Verstorbene kam heraus, an Händen und Füßen mit Grabtüchern umwickelt und sein Angesicht mit einem Schweißtuch umhüllt. Yeshua spricht zu ihnen: Bindet ihn los und lasst ihn gehen!

In dieser Begebenheit, kurz vor dem Pessachfest, wird Lazarus nach vier Tagen wieder auferweckt. Er kommt vom Tod zum Leben.

Lazarus heißt aber gar nicht Lazarus. Er wird in der, aus den griechischen Schriften heraus übersetzten Evangelien, nur so genannt. In der Strongs-Konkordanz wird erwähnt, dass der Name Lazarus im Hebräischen Eleasar heißt. Lazarus, ein hebräischer Jude, heißt also Eleasar. Das ist dahingehend bemerkenswert, da uns dies wieder zu den Priestern in der Tenach führt. Denn in der Bibel steht nichts zufällig. Und Yeshua verweist in seinen Reden und Handeln immer wieder auf die Tenach.

Auch hier will er uns etwas sagen.

Parallele zwischen David und Yeshua

König David ist auf einer bestimmten Ebene ein Bild für Yeshua.

Im Buch der Offenbarung sagt Yeshua über sich:

Offb 22.16 Ich, Yeshua, habe meinen Engel gesandt, um euch diese Dinge zu bezeugen in den Versammlungen. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der glänzende Morgenstern.

In der Situation der tiefsten Bedrängnis ihres Lebens, sind Yeshua und der König David den gleichen Weg gegangen.
2. Sam 15.23 Und das ganze Land weinte mit lauter Stimme, und alles Volk ging hinüber. Und der König ging über den Bach Kidron; und alles Volk zog hinüber auf dem Weg zur Wüste.

2. Sam 15.24 Und siehe, auch Zadok war da und alle Leviten mit ihm, die Lade des Bundes Gottes tragend; und sie stellten die Lade Gottes hin, und Abjathar ging hinauf, bis alles Volk aus der Stadt vollständig hinübergegangen war.

Joh 18.1 Als Yeshua dies gesprochen hatte, ging er mit seinen Jüngern hinaus über den Winterbach Kidron; dort war ein Garten, in den Yeshua und seine Jünger eintraten.

König David wurde von seinem Sohn Absalom vertrieben. Nur Zadok und die Leviten, die mit ihm waren, hielten in dieser gefährlichen Stunde zu David.

Die gleiche Szene finden wir bei Yeshua. Auch hier wird er in dieser gefährlichen Stunde nur von seinen engsten Jüngern begleitet.

Wer war Zadok?

Der Name Zadok bedeutet „Gerecht“. In seiner Wortwurzel ist auch die Bedeutung von „rechtfertigen“ und „gerecht sein“.

Zadok ist ein Nachfahre von Eleasar, dem Sohn Aarons und damit auch ein Nachfahre Pinehas.

1.Chr 5.29 Und die Söhne Amrams: Aaron und Mose, und Mirjam. Und die Söhne Aarons: Nadab und Abihu, Eleasar und Ithamar.

1.Chr 5.30 Eleasar zeugte Pinehas; Pinehas zeugte Abischua,

1.Chr 5.31 und Abischua zeugte Bukki, und Bukki zeugte Ussi,

1.Chr 5.32 und Ussi zeugte Serachja, und Serachja zeugte Merajot;

1.Chr 5.33 Merajot zeugte Amarja, und Amarja zeugte Ahitub,

1.Chr 5.34 und Ahitub zeugte Zadok,

Über die Nachkommen Zadoks, der auch unter schwierigsten Umständen, seinem König treu geblieben ist, liegt eine große Verheißung bezogen auf den dritten Tempel:
Hes 44.15 Aber die Priester, die Leviten, die Söhne Zadoks, die den Dienst meines Heiligtums versehen haben, als die Kinder Israel von mir abirrten, sie sollen mir nahen, um mir zu dienen, und sollen vor mir stehen, um mir das Fett und das Blut darzubringen, spricht Adonai YHWH.

Hes 44.16 Sie sollen in mein Heiligtum kommen, und sie sollen zu meinem Tisch herzutreten, um mir zu dienen, und sollen meinen Dienst versehen.

Das heißt, dass YHWH die Treue Zadoks belohnt und die Verheißung, die er über Pinehas ausgesprochen hat bestätigt, nämlich die Verheißung einer ewigen Priesterschaft.

Nun haben wir gesehen, dass es Parallelen zu Yeshua gibt und damit auch zu seinen Jüngern. So wie Zadok in Gefahr und Verfolgung treu zu seinem König stand und zu ihm hielt, waren auch die Jünger in der Stunde der höchsten Bedrängnis bei Yeshua. Auch wenn sie zeitweise schwach wurden, blieben sie ihm letztendlich treu.

Yeshua hat die Prophetie aus Hesekiel 37 nochmal bestätigt, indem er Eleasar vom Tod auferweckte und ihm aufforderte, aus dem Grab herauszukommen.

Das Grab sind die Nationen, in denen wir leben. Und Eleasar stellt die Priesterschaft dar, deren Nachfolger dem König Yeshua treu sind, auch in Bedrängnis. Sie werden das besondere Recht bekommen, den Allerhöchsten im Millennium zu nahen.

Yeshua sagt:

Luk 12.8 Ich sage euch aber: Jeder, der sich zu mir bekennen wird vor den Menschen, zu dem wird sich auch der Sohn des Menschen bekennen vor den Engeln Gottes;

Luk 12.9 wer mich aber verleugnet hat vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes.

Wir leben in der Zeit der Wiederherstellung. Die 12 Stämme werden wiederhergestellt. Sie werden aus den Gräbern herausgerufen als geistige Armee, die Ihrem König folgt und ihm treu ist. Jeder Einzelne ist gezählt und wertgeschätzt. Und nicht nur das, selbst seine Haare sind gezählt.

Luk 12.7 Aber auch die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht!

Jes 43.1 Und nun, so spricht YHWH, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe <dich> bei deinem Namen gerufen, du bist mein.

Jes 43.2 Wenn du durchs Wasser gehst, ich bin bei dir, und durch Ströme, sie werden dich nicht überfluten; wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt werden, und die Flamme wird dich nicht verbrennen.

Unsere Aufgabe ist es, die geistige Waffenrüstung anzuziehen und in der Torah, sowie durch unser Vorbild Yeshua zu lernen, was es heißt in der Armee des Allerhöchsten zu stehen. Yeshua ruft uns aus dem Grab ins Leben.

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