Shabbat vs. Sonntag

Ein großes Thema unter Gläubigen ist die Frage, ob man den wöchentlichen Shabbat (Samstag) oder den wöchentlichen Sonntag als Ruhetag halten soll. In den christlichen Kirchen, egal welcher Denomination, wird der Sonntag gehalten.

Als ich anfing, den Shabbat als wöchentlichen Ruhetag zu halten, erntete ich Verwunderung, Kritik und sogar Ablehnung. Es ging so weit, dass ich per Email aufgefordert wurde, Buße zu tun, da ich wieder unter dem Gesetz stehe.

Vor einigen Tagen nun, fand ich ein kurzes Video, in dem ein Kabarettist einen katholischen Bischof darstellt. Hierbei erklärt er, dass die Sonntagsheiligung nicht biblisch ist, sondern von der Katholischen Kirche, Kraft ihrer sich selbst gegebenen Autorität, angeordnet wurde.

Obwohl dieses nur ein Auftritt war, sind die Quellenangaben in diesem kurzen Beitrag authentisch, was dieses Thema sehr erhellt.

Hier ist das Video (Englisch mit deutschem Untertitel)

Wie hier selbst erwähnt wird, steht das Gebot, den Shabbat zu gedenken in den zehn Geboten:

Gedenke des (Aleph-Tav) – Sabbattages, ihn zu heiligen. Sechs Tage sollst du arbeiten und all dein Werk tun; aber der siebte Tag ist Sabbat YHWH´s, deines Elohims: Du sollst keinerlei Werk tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd und dein Vieh und dein Fremder, der in deinen Toren ist. Denn in sechs Tagen hat der YHWH den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete YHWH den Sabbattag und heiligte ihn.
2.Mose 20.8-11
(Die Bezeichnungen YHWH und Elohim sind die hebräischen Namen an dieser Stelle. Die hebräischen Buchstaben „Aleph-Tav“ kommen an dieser Stelle im hebräischen Text vor und weisen auf den Messias Yeshua. Mehr dazu
hier).

Auf dem Konzil von Nicäa im Jahr 364 wurde also unter Kaiser Konstantin, der erste Pontifex Maximus, der Shabbat unter Androhung von schwerster Strafe und Enteignung verboten und der Sonntag als wöchentlicher Ruhetag eingeführt. Gleichzeitig wurden alle weiteren biblischen Feste verboten und durch Heidnische ersetzt (Ostern, Weihnachten). Ihnen wurde ein „christlicher“ Anstrich gegeben.
Auch zu diesem Thema habe ich schon etwas geschrieben. Siehe hier.

Die katholische Kirche und die ihrer Tradition abstammenden Kirchen (Ev. Landeskirchen und Freikirchen etc.) setzen sich also über das vom allmächtigen Schöpfer gegebene Gebot hinweg. Man kann hier sagen, dass alle Denominationen sich der sich selbst gegebenen Autorität der katholischen Kirche beugen. Sie richten sich nach katholischen (Menschen gemachten) Geboten, statt biblischen Geboten.

Wir wissen, dass YHWH die Torah gegeben hat, damit alle, die zu seinem Volk, seiner Braut gehören, leben sollen.

Ich nehme heute den Himmel und die Erde als Zeugen gegen euch: Das Leben und den Tod habe ich euch vorgelegt, den Segen und den Fluch! So wähle das Leben, damit du lebest, du und deine Nachkommenschaft, indem du YHWH, deinen Elohim, liebst und seiner Stimme gehorchst und ihm anhängst; denn das ist dein Leben und die Länge deiner Tage, dass du in dem Land wohnst, das YHWH deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, ihnen zu geben.
5.Mose 30.19-20

Denn es ist nicht ein leeres Wort für euch, sondern es ist euer Leben; und durch dieses Wort werdet ihr eure Tage verlängern in dem Land, wohin ihr über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen.
5. Mose 32.47

Wenn wir so ein wichtiges Gebot, wie das Shabbatgebot verwerfen, dann sind wir nicht in seinem Bund. Nicht in seinem Bund zu sein, bedeutet den Tod. Hinzukommt, dass der Shabbat ein Zeichen für die Beziehung zwischen uns und unserem Schöpfer ist:

Und du, rede zu den Kindern Israel und sprich: Gewiss, meine Sabbate sollt ihr halten; denn sie sind ein Zeichen zwischen mir und euch bei euren Geschlechtern, damit ihr wisst, dass ich, YHWH, es bin, der euch heiligt;
2.Mose 31.13

Wir sehen also, dass der Shabbat eine entscheidende Rolle spielt in der Beziehung zwischen uns und unserem Schöpfer und in der Frage von Leben und Tod.
Erwähnt werden sollte hier noch, dass die Biblischen Feiertage wie  Pessach und das Laubhüttenfest auch Shabbat genannt werden. Den oberen Vers kann man also in seiner Bedeutung auch auf die anderen Festtage beziehen.
Im 3. Mose 23 sagt uns YHWH, welche Feste wir feiern sollen. Er leitet diese Passage wie folgt ein:

Und der YHWH redete zu Mose und sprach: Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Die Feste YHWH´s, die ihr als heilige Versammlungen ausrufen sollt, meine Feste sind diese:
3.Mose 23.1-2

Es sind eben nicht jüdische Feste, wie es im Allgemeinen heißt, sondern die Feste unseres Schöpfers, durch die er uns segnen möchte.

Und was tat Yeshua?
Er feierte die Feste und hielt den Shabbat. Dieses kann man an verschiedensten Stellen in den Evangelien nachlesen.
Yeshua verheißt seinen Nachfolgern, die den Shabbat halten (was damals gar kein Diskussionsgegenstand war) und nach den Geboten der Torah mit den Eigenschaften der Früchte des Geistes (wie Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung etc.) leben, folgendes:

Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren. Judas, nicht der Iskariot, spricht zu ihm: Herr, und was ist geschehen, dass du dich selbst uns offenbaren willst und nicht der Welt? Yeshua antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. Dies habe ich zu euch geredet, während ich bei euch bin.
Johannes 14.21-25

An dieser Stelle sei noch mal erwähnt, dass wir alle nicht perfekt sind. Wir haben alle Vergebung nötig. Wie der Staub auf unseren Möbeln, so setzt sich auch der Staub der Sünde immer wieder auf uns ab. Allerdings sollte unser ganzes Bestreben in unserem Leben sein, die Beziehung zu unseren Mitmenschen und unserem Schöpfer gesund zu halten. Yeshua hat alles dafür getan, dass wir diese Beziehung rein halten können. Leisten wir unseren Beitrag dazu.

Shabbat

Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn! Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun; aber am siebten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist, und er ruhte am siebten Tag; darum hat der HERR den Sabbattag gesegnet und geheiligt.
2. Mose 20.8 – 11

Rede du zu den Kindern Israels und sprich: Haltet nur ja meine Sabbate! Denn das ist ein Zeichen zwischen mir und euch für alle eure [künftigen] Geschlechter, damit ihr erkennt, dass ich der HERR bin, der euch heiligt.
2. Mose 31.13

Der Shabbat ist ein zentraler Feiertag, der in jeder Woche gefeiert wird. Er ist der wöchentliche Feiertag YHWH´s. Der Shabbat ist YHWH so wichtig, dass er ihn als ein Zeichen des Bundes zwischen sich und uns eingesetzt hat. Er deutet prophetisch auf das Millenium, das tausendjährige Reich.

Der Shabbat war der erste Tag, den Adam und Eva erlebten.

Er beginnt bei Sonnenuntergang am Freitagabend und endet am Samstag mit dem Sonnenuntergang.
Den Shabbat verstehen wir nicht als eine Unterbrechung der Arbeit, sondern als das Ziel der Woche. So wie es für uns das Ziel ist, in die ewige Ruhe bei YHWH durch Yeshua zu kommen, ist der Shabbat prophetisch eine Verheißung darauf.
An diesem Tag enthalten wir uns jeglicher Arbeit und versammeln uns um seine Torah, um von YHWH zu lernen.

Wenn du am Sabbat deinen Fuß zurückhältst, dass du nicht an meinem heiligen Tag das tust, was dir gefällt; wenn du den Sabbat deine Lust nennst und den heiligen [Tag] des HERRN ehrenwert; wenn du ihn ehrst, sodass du nicht deine Gänge erledigst und nicht dein Geschäft treibst, noch nichtige Worte redest; dann wirst du an dem HERRN deine Lust haben; und ich will dich über die Höhen des Landes führen und dich speisen mit dem Erbe deines Vaters Jakob! Ja, der Mund des HERRN hat es verheißen.
Jesaja 58. 13-14


Im Folgendem sind weitere Ausführungen von Steve Okunola