Wahrheit oder Tradition

Wahrheit oder Tradition

16. Dezember 2022 0 Von Kay
Ein Pastor sagte einmal, als er zum Thema Weihnachten befragt wurde, dass kein Mensch in unseren westlich geprägten Staaten an diesem Fest vorbei kommt. Und so ist es. Wenn man heute Menschen nach ihrer Kindheit fragt, kommen häufig auch Erinnerungen an Weihnachten aus ihrer Familie hoch.
 
Jeder feiert Weihnachten. Auch in meiner Familie war das so. Hierbei ist es so, dass es häufig Rituale gibt, die jedes Jahr in der Familie gelebt wurden. So durfte ich einen Tag vor dem Heiligen Abend bis zur Bescherung das Wohnzimmer nicht betreten. Auch durfte ich als Kind den Weihnachtsbaum erst am Heiligen Abend zur Bescherung sehen. Hinzu kommen die vorweihnachtlichen Rituale, wie den Adventskranz, Weihnachtsmusik, Weihnachtsstollen, Weihnachtsmarkt, Glühwein, Lebkuchen etc. Und am Heiligen Abend geht es in den Gottesdienst.
Weihnachten ist emotional besetzt. Auch bei mir war und ist es so. Als gläubiger Mensch, der an Jesus glaubt, war es selbstverständlich, dieses Fest zu feiern und später in der Gemeinde sich aktiv am Gottesdienst zu beteiligen. Es ging ja um die Geburt des Erlösers.
 
Ich kann mich an Zeiten erinnern, da war ich am 24.12. nachmittags, als ich mich zu Gottesdienst umgezogen habe, so erschöpft, dass ich mich am liebsten auf die Couch gelegt hätte. Es musste ja alles perfekt sein. 
 
Vor ungefähr zehn Jahren wurde ich dann plötzlich mit den Ursprüngen der christlichen Traditionen und Rituale konfrontiert. Ich habe erfahren, dass vieles, was sich in unserer christlichen Tradition eingeschlichen hat, keine biblischen sondern heidnische Wurzeln hat. Ich war verwirrt und mir wurde im gewissen Maße der Teppich unter den Füßen weggerissen. Mein Fundament, auf dem ich stand, begann zu bröckeln.
Mir ging es immer darum, nach den Willen Gottes zu fragen, und nun stand alles auf dem Kopf.
Ich begann die Bibel in einem anderen Licht zu lesen. Stehen da nicht andere Feste, die wir feiern sollen?
1 Und der Herr redete zu Mose und sprach:  
2 Rede zu den Kindern Israels und sage ihnen: Das sind die Feste des Herrn, zu denen ihr heilige Festversammlungen einberufen sollt; dies sind meine Feste:…..(3.Mose 23.1-2)

Auch zu einer Aussage aus der Bergpredigt bekam ich einen ganz neuen Bezug. Im Evangelium nach Matthäus steht folgendes:

21 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. 
22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht?  
23 Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!

Das heißt, Jesus bekennen reicht nicht, man muss auch seinen Willen tun. Zwei Kapitel vorher sagte Jesus:

17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen!  
18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. (Matthäus 5.17-18)

Mir wurde klar, dass ich eine Entscheidung treffen musste. Feier ich weiterhin Weihnachten, weil es so schön ist oder feiere ich kein Weihnachten. Eine sehr emotionale Entscheidung.

Es hat mir geholfen, über die Hintergründe mehr zu erfahren. 

Im nachfolgenden Video, wurden mir die Augen geöffnet. Ich bin Jim Staley sehr dankbar, dass er klar, sachlich und ohne erhobenen Zeigefinger die historischen und geistlichen Zusammenhänge deutlich macht.

 

Das Video hat eine gewisse Länge, aber es lohnt sich.