Yeshua und die Stiftshütte

Die Stiftshütte ist das vollendete Modell der Anbetung. Mose sollte sie nach dem Vorbild herstellen lassen, wie YHWH es ihm gezeigt hat:

Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne! Genau so, wie ich dir das Vorbild der Wohnung und das Vorbild aller ihrer Geräte zeigen werde, so sollt ihr es machen. (2.Mose 25. 8-9)

So sollst du die Wohnung errichten nach der Weise, wie du es auf dem Berg gesehen hast. (2.Mose 26.30)

Die Stiftshütte ist also ein Modell des himmlischen Tempels.
Es ist hier nicht der Raum, detailliert auf die Stiftshütte einzugehen. Allerdings möchte ich ein Grundprinzip aufzeigen, welches mit der Anbetung zu tun hat.
Die Stiftshütte war in drei Bereiche eingeteilt:

1. Vorhof
2. Heiliges
3. Allerheiligstes

Vorhof

Wenn man zur Stiftshütte kam (in ihr durften nur Priester dienen), dann viel einem der große Brandopferaltar auf. Hier wurden die verschiedenen Opfergaben dargebracht. Hier wurde geschlachtet, hier floß Blut. Es war keine schöne Atmosphäre. Hier wurde man mit seinem eigenem Lebenswandel konfrontiert. Ohne Opfer kam man nicht weiter. Die Differenz zwischen unserem absolut heiligen und reinem Elohim wird hier sichtbar.

Heiliges

Erst nach dem Opfern kann man sich in das Heilige begeben. Hier ist eine ganz andere Atmosphäre. Links steht die Menorah, der siebenarmige Leuchter als Symbol für das Volk YHWH´s, welches ständig für seinen Elohim brennen soll. Ihm gegenüber sind die 12 Schaubrote. Sie stellen u.A. die 12 Stämme Israels dar aber auch die Versorgung des Volkes mit Allem was es benötigt. Es sind zwei Stapel, was die beiden Häuser (Juda und Ephraim) symbolisiert, die wieder zusammengeführt werden.  Das Brot ist mit der Shabbatmenge Feinmehl gebacken.

Seht, der HERR hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tag für zwei Tage Brot; so soll nun jeder an seiner Stelle bleiben, und niemand soll am siebten Tag seinen Platz verlassen!

So ruhte das Volk am siebten Tag. (2.Mose 16. 29-30)

Das heißt, im Heiligtum ist Versorgung und Ruhe.

Hier steht auch der Räucheraltar. Hier können die Gebete gebetet werden. Dieses geht nur, wenn man vorher auf dem Brandopferaltar geopfert hat.

Allerheiligstes

Einmal im Jahr darf der Hohepriester zum Veröhnungstag in das Allerheiligste, welches vom Heiligen durch einen Vorhang, auf denen Cherubinen sind, abgetrennt ist. Hier steht die Bundeslade, auf der der Sühnedeckel ist.  Hier ist der Ort der Versöhnung. Hier spricht YHWH zwischen den beiden Cherubimen des Sühnedeckels. Es ist der Allerheiligste Ort.

Yeshua

Nun sagt Yeshua Folgendes über sich:

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich! (Johannes 14.6)

Er nutzt drei Begriffe, die ich im Folgenden versuchen werde, mit dem eben beschriebenen der Stiftshütte in Verbindung zu bringen.

Yeshua ist der Weg

Um sich YHWH zu nähern musste das Volk im Vorhof opfern. Das war ein schmerzlicher Prozeß. Es verlangte sehr viel Demut, Hingabe und Entschlossenheit. Die Opfergebote gelten auch heute noch. YHWH sei Dank und Ehre das Yeshua unser Sündopfer geworden ist.

Darin besteht die Liebe — nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer für unsere Sünden. (1.Johannes 4.10).

Aber was meint Yeshua, wenn er sagt, dass er der Weg ist?

So wie Yeshua sein ganzes Leben hingegeben hat – er hat nichts für sich behalten – so sollen auch wir unser Leben hingeben. Unser ganzes Leben muss im Feuer geläutert werden, damit es rein wird. Unser Herz muss ganz von YHWH erfüllt sein.

Der Maßstab für unser Leben ist die Torah, die Yeshua komplett erfüllte.

Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; Ohren aber hast du mir bereitet; Brandopfer und Sündopfer hast du nicht verlangt. Da sprach ich: Siehe, ich komme, in der Buchrolle steht von mir geschrieben; deinen Willen zu tun, mein Gott, begehre ich, und dein Gesetz (Torah) ist in meinem Herzen. (Psalm 40. 7-9)

Der Sinn der Opfer ist, unser Herz zu verändern, damit YHWH zu uns eine Herzensbeziehung aufbauen kann. Er sehnt sich danach. Durch Yeshua haben wir die Möglichkeit zurückzukehren in seinen Willen.

Yeshua, die Wahrheit

Durch unsere Hingabe an Yeshua, der den Ruach ha Kodesch (Heiliger Geist) geschickt hat, der uns in alle Wahrheit führt, haben wir die Möglichkeit in das Heilige zu gelangen. Auch hier sehen wir Yeshua. Er ist das Licht :

Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben. (Johannes 8.12)

Und ich wandte mich um und wollte nach der Stimme sehen, die mit mir redete; und als ich mich umwandte, da sah ich sieben goldene Leuchter, und mitten unter den sieben Leuchtern Einen, der einem Sohn des Menschen glich, bekleidet mit einem Gewand, das bis zu den Füßen reichte, und um die Brust gegürtet mit einem goldenen Gürtel. (Offenbarung 1. 12-13)

Yeshua wandelt unter seinem Volk.

Yeshua ist das Brot des Lebens. Er ist der, der uns ernährt. Dass heißt, die Schaubrote deuten auch auf Yeshua.

Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten. (Johannes 6.35)

Die Schaubrote deuten auf die Torah, mit der sein Volk spirituell ernährt wird. Im Psalm 119.142 sagt David:

Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz (Torah) ist Wahrheit. (Psalm 119. 142)

Wenn Yeshua sagt, dass er die Wahrheit ist, dann sagt er, dass er die Torah ist.

Schon Salomo sagte:

Durch Gnade und Wahrheit wird Schuld gesühnt, und durch die Furcht des HERRN weicht man vom Bösen. (Sprüche 16.6)

Da wir nun im Heiligen sind, unser Leben komplett YHWH hingegeben haben, können wir beten. Und wir dürfen wissen, diese Gebete werden erhört. Yeshua sei dank, der uns das ermöglicht. Er hat uns die Wahrheit ins Herz geschrieben.

Im Heiligen steht auch der Rauchopferaltar, durch den Gebete zu YHWH gebetet werden können. Auch hier gibt es einen klaren Zusammenhang zu Yeshua, der die Wahrheit ist. Salomo sagt in den Sprüchen:

Wer sein Ohr abwendet vom Hören auf das Gesetz (Torah), dessen Gebet sogar ist ein Gräuel. (Sprüche 28. 9)

Da die Gebete im Heiligen abgegeben werden und vorher das Leben komplett YHWH geweiht wurde, können wir sicher sein, dass die Gebete erhört werden, da sie inhaltlich den Willen YHWH´s entsprechen.

Yeshua ist Leben

Nun kommen wir zum Allerheiligsten. Dieser Raum durfte nur von einer Person betreten werden, nämlich vom Hoheprieser (Kohen ha Gadol). Und der Raum durfte nur einmal im Jahr, zu Yom Kippur, betreten werden.

Yeshua ist unser Kohen ha Gadol, unser Hohepriester.

Und obwohl er Sohn war, hat er doch an dem, was er litt, den Gehorsam gelernt; und nachdem er zur Vollendung gelangt ist, ist er allen, die ihm gehorchen, der Urheber ewigen Heils geworden, von Gott genannt: Hoherpriester nach der Weise Melchisedeks. (Hebräer 5. 8-10)

Wie Yeshua selbst im Evangelium prophezeit hat, wird er am Ende der Zeit, am Yom Kippur, die Welt richten (Matthäus 7. 21-23, Matthäus 25. 31-46). Er wird er auf dem Thron sitzen und richten. Für sein Volk Israel bedeutet es den Beginn eines Lebens in der Herrlichkeit.

Die Stiftshütte wurde errichtet nach dem Modell im Himmel. Sie ist das ewige Modell der Anbetung. Wahre Anbetung ist, mit Hilfe Yeshuas, das eigene Leben nach dem ewig gültigen Willen YHWH´s auszurichten und zu leben.

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