Gnade

Wenn wir an Gnade denken, besonders im christlichen Kontext, dann denken wir an Begriffe, wie unverdientes Geschenk und Vergebung.

Beim Bibel lesen bin ich bezüglich dieses Themas auf einen Vers gestoßen, den ich vorher noch nie so gelesen habe.

Im Psalm 119.29 steht folgender Vers:

Halte den Weg der Lüge fern von mir und begnadige mich mit deiner Torah!

König David bittet darum durch die Wahrheit der Torah begnadigt zu werden. In christlichen Kreisen, in denen ich lange gewesen bin, hält sich die Meinung, dass Gnade bedeutet, dass man die Torah nicht mehr befolgen muss.

Das Gegenteil sagt König David hier. Er spricht hier davon, dass alles, was nicht der Torah entspricht, Lüge ist, und dass es Gnade ist, die Wahrheit der Torah zu entdecken. Genauso habe ich es persönlich erlebt. Die Wahrheit der Torah durch den Ruach Ha Kodesh auf unsere Herzen geschrieben, bedeutet die Wahrheit zu erkennen und wirklich frei zu werden.

Joh 8.31 Da sprach Yeshua zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger,

Joh 8.32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!

Gnade und / oder Gesetz

Wie ist das Verhältnis in der Bibel von Gnade und Gesetz. Ich erlebe es mit als ein Reizthema. Aussagen wie: „Ich mache mir ehrlich Sorgen um dich, denn ich habe den Eindruck du fällst aus der Gnade“; oder: „In meinem Herrn Jesus bin ich frei und brauche mich nicht mehr um das Gesetz zu kümmern. Er hat mir alles vergeben.“ Steve Okunola hat zu diesem Thema eine gute Video-Präsentation erstellt, die biblisch fundiert das Verhältnis von Gesetz (hebräisch Torah) und Gnade beleuchtet.