Vergebung nach 2730 Jahren
Kürzlich wurde ich an eine Prophetie erinnert, die bei mir lange Jahre in den Hintergrund gerückt ist.
Die Bibel berichtet, dass, nachdem König David starb, sein Sohn Salomo König wurde. Dieser baute während seiner Amtszeit den Tempel. Allerdings fiel er später von Gott ab, indem er sich viele Frauen aus anderen Nationen nahm und mit ihnen deren Götter verehrte. Aus diesem Grund wurde die Nation Israel von Gott in zwei Teile geteilt.
Im Buch 1.Könige 11 steht dazu folgendes:
Es geschah aber zu jener Zeit, als Jerobeam aus Jerusalem wegging, da fand ihn der Prophet Achija von Silo auf dem Weg; der hatte ein neues Obergewand an, und sie waren beide allein auf dem Feld. Und Achija nahm das neue Obergewand, das er anhatte, und zerriss es in zwölf Stücke; und er sprach zu Jerobeam: Nimm dir zehn Stücke! Denn so spricht der Herr, der Gott Israels: Siehe, ich will das Königreich der Hand Salomos entreißen und dir die zehn Stämme geben – einen Stamm aber soll er haben, um meines Knechtes David und um der Stadt Jerusalem willen, die ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe –, deshalb, weil sie mich verlassen haben und Astarte, die Gottheit der Zidonier, Kemosch, den Gott der Moabiter, und Milkom, den Gott der Ammoniter, angebetet haben und nicht in meinen Wegen gewandelt sind, um zu tun, was recht ist in meinen Augen, nach meinen Satzungen und Rechten, wie es sein Vater David getan hat. 1.Könige 11.29-33 Schlachter 2000
Das Land wurde in ein Nordreich (10 Stämme), dem Haus Israel, und in ein Südreich (2 Stämme), dem Haus Juda geteilt. Von Beginn an fiel das Nordreich von Gott ab, indem es Gottes Feste (3.Mose 23) nicht mehr zu den festgelegten Zeiten feierte und zunehmend Götzendienst betrieb. Trotz mehrfacher Warnung und Aufforderung zur Umkehr blieben sie ließen sie davon nicht ab.
In der Torah, im 3. Buch Mose wird erklärt, was passiert, wenn man Gottes Gebote hält oder auch nicht hält.
Haltet meine Sabbate und fürchtet mein Heiligtum; ich bin der Herr! Wenn ihr nun in meinen Satzungen wandelt und meine Gebote befolgt und sie tut, so will ich euch Regen geben zu seiner Zeit, und das Land soll seinen Ertrag geben, und die Bäume auf dem Feld sollen ihre Früchte bringen.
Wenn ihr mir aber auch dann noch nicht gehorcht, so will ich euch noch siebenmal mehr bestrafen um eurer Sünden willen, und ich will euren harten Stolz brechen. Ich will euch den Himmel machen wie Eisen und die Erde wie Erz, dass eure Kraft sich vergeblich verbraucht und euer Land seinen Ertrag nicht gibt und die Bäume des Landes ihre Früchte nicht bringen. Wenn ihr euch mir aber noch weiter widersetzt und mir nicht gehorchen wollt, so will ich euch noch siebenmal mehr schlagen, entsprechend euren Sünden. Und ich will wilde Tiere unter euch senden, die sollen euch eurer Kinder berauben und euer Vieh ausrotten und eure Zahl mindern, und eure Straßen sollen öde werden. Euch aber will ich unter die Heidenvölker zerstreuen und das Schwert hinter euch her ziehen, so dass euer Land zur Wüste wird und eure Städte zu Ruinen. 3.Mose 26. 2-4 + 18-22 +33 Schlachter 2000 (Hervorhebung durch den Autor)
Gott tat, was er ankündigte und reagierte auf den Bruch des Bundes, indem er das Volk in die Verbannung gehen ließ. Im 2. Könige 17 wird dazu folgendes berichtet:
Im zwölften Jahr des Ahas, des Königs von Juda, wurde Hosea, der Sohn Elas, König über Israel in Samaria, [und er regierte] neun Jahre lang. Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn, doch nicht wie die Könige von Israel, die vor ihm waren. Gegen ihn zog Salmanassar, der König von Assyrien, herauf; und Hosea wurde ihm untertan und zahlte ihm Tribut.
Und der König von Assyrien durchzog das ganze Land und kam vor Samaria und belagerte es drei Jahre lang. Im neunten Jahr Hoseas eroberte der König von Assyrien Samaria und führte Israel gefangen nach Assyrien; und er siedelte sie in Halach und am Habor, dem Fluß Gosans, und in den Städten der Meder an. Und dies geschah deshalb, weil die Kinder Israels gesündigt hatten gegen den Herrn, ihren Gott, der sie aus dem Land Ägypten geführt hatte, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten, und weil sie andere Götter fürchteten, und weil sie nach den Satzungen der Heidenvölker wandelten, die der Herr vor den Kindern Israels vertrieben hatte, und nach [den Satzungen] der Könige von Israel, die diese gemacht hatten. 2.Könige 17.1-3 + 5-7 Schlachter 2000
Die zehn Stämme Israels wurden also vertrieben und sind bis heute nicht mehr aufgetaucht. Sie haben ihre ursprüngliche Identität verloren – bis heute.
Im Propheten Hesekiel gibt es eine Prophetie, die die Bestrafung des Hauses Israel zum Inhalt hat:
Du aber lege dich auf deine linke Seite und lege die Missetat des Hauses Israel darauf. Für die Zahl der Tage, die du darauf liegst, sollst du ihre Schuld tragen. Ich aber habe dir die Jahre ihrer Schuld in ebenso viele Tage verwandelt, nämlich 390 Tage; so lang sollst du die Schuld des Hauses Israel tragen. Hesekiel 4.4-5 Schlachter 2000 (Hervorhebung des Autors)
Da das Nordreich, das Haus Israel, nicht umgekehrt ist, wurde also, wie es im 3.Mose vorhergesagt wurde, die Zeit der Strafe siebenfach verlängert. Dass bedeutet, dass die Strafe, 390 Jahre x 7 = 2730 Jahre dauert. Die Vertreibung des Nordreiches war etwa 720 vor Christus. Da aufgrund unterschiedlicher Kalender, die seither verwendet wurden (siehe meinen vorherigen Blog), eine genaue Datierung, wann die Jahre der Strafe vorbei sind, sehr schwierig ist, ist es trotzdem deutlich, dass wir uns heute in diesem Zeitraum befinden. Das heißt, dass wir in einem Zeitraum leben, wo die Nachkommen der verlorenen 10 Stämme ihre Identität wieder finden.
Spannend ist in diesem Zusammenhang, das, wenn wir vereinfacht davon ausgehen, dass der Zeitpunkt des Beginns der Strafe etwa im Jahr 700 vor Christus begann, der Zeitpunkt des Endes etwa im Jahr 2030 wäre. Dieses würde die Voraussagen der Essener stützen, die ich im letzten Blog erwähnt hatte.
Das Thema der verlorenen 10 Stämme ist relativ unbekannt und wird selten beachtet oder als relevant gesehen. Dabei hat Jeshua (Jesus) sie selbst erwähnt:
Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Matthäus 15.24 Schlachter 2000
Und auch der Prophet Jesaja hat eine atemberaubende Prophetie zu der Heimkehr der verlorenen 10 Srämme verkündet:
Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird das große Schopharhorn geblasen werden; da werden heimkommen die Verlorenen aus dem Land Assyrien und die Vertriebenen aus dem Land Ägypten; und sie werden den Herrn anbeten auf dem heiligen Berg in Jerusalem. Jesaja 27.13 Schlachter 2000
Aber, wer sind heute die Nachkommen der 10 Stämme? Es sind die Menschen, die sich als wilde Ölbäume in den edlen Ölbaum einpfropfen lassen, wie es der Apostel Paulus im Römerbrief Kapitel 11 beschreibt. Häufig sind es Menschen, die als Christen Mitglied in traditionellen christlichen Gemeinden sind oder waren und dann von Gott aus die Gemeinde geführt wurden. So war es beispielsweise bei mir. Letztendlich ist es so, dass es darum geht zu erkennen, was es bedeutet ein Nachfolger Jesu zu sein und das man als Nachfolger Jesu seine Identität in Israel hat, da Jeshua (Jesus) der gute Hirte der Schafe Israels ist.
Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und bin den Meinen bekannt, gleichwie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich lasse mein Leben für die Schafe. Johannes 10.14-15 Schlachter 2000
Die Offenbarung macht die Eigenschaften seines Volkes deutlich:
Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen, hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren! Offenbarung 14.12 Schlachter 2000 (Hervorhebung durch den Autor)
Auch die Beschreibung des neuen Jerusalems ist hier sehr deutlich:
Und sie hat eine große und hohe Mauer und zwölf Tore, und an den Toren zwölf Engel, und Namen angeschrieben, nämlich die der zwölf Stämme der Söhne Israels. Von Osten [her gesehen] drei Tore, von Norden drei Tore, von Süden drei Tore, von Westen drei Tore. Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine, und in ihnen waren die Namen der zwölf Apostel des Lammes. Offenbarung 21.12-14 Schlachter 2000 (Hervorhebung durch den Autor).
Es verdichtet sich die Annahme, dass wir zeitlich in den letzten Tagen leben und der Fixpunkt um das Jahr 2030 ist.
Die nächsten Jahre werden herausfordernd aber mit Gottes Hilfe und der Orientierung in seinem Wort werden wir in seinem Frieden bleiben.